Die Lösung fand Dr. Bergmann über einen Umweg – durch einen Toxikologen, mit dem sie auf einem Fachkongress ins Gespräch kam.
„Er erzählte mir von einem Unternehmen, das eine Kochpfanne aus reinem medizinischem Titan herstellt“, berichtet sie. „Der entscheidende Durchbruch war eine von der Natur inspirierte Oberflächenstruktur – dem Lotusblatt nachempfunden.“
„Es ist keine Beschichtung“, betont sie. „Das ist der springende Punkt. Jede andere ‚antihaft“-Pfanne benutzt irgendeine Art von Beschichtung – und Beschichtungen verschleißen immer. Die Titanpfanne ist massives Titan. Die Antihaftwirkung entsteht durch mikroskopische Erhebungen, die in die Oberfläche geätzt sind – nach dem gleichen Prinzip, wie Wasser von einem Lotusblatt abperlt. Es gibt buchstäblich nichts, das sich ablösen oder absplittern könnte.“
„Als Wissenschaftlerin war ich sofort skeptisch“, gibt sie zu. „Wenn mir jemand sagt, ein Produkt löst alle Probleme, werde ich misstrauisch.“
„Also habe ich das getan, was ich immer tue – ich habe recherchiert. Ich habe medizinisches Titan in Peer-Review-Studien nachgeschlagen. Jahrzehnte an Forschung zu orthopädischen Implantaten, Herzschrittmachern, Zahnimplantaten, Wirbelsäulenversteifungen. Dieses Material wird dauerhaft in Millionen menschlicher Körper eingesetzt – mit praktisch null Absorbungsreaktionen.“