Thomas und Daniel haben nicht darauf gewartet, dass der Gesetzgeber handelt.
Doch der Gesetzgeber ist bereits auf dem Weg.
Deutschland steht dabei nicht am Spielfeldrand – es ist eine der treibenden Kräfte. Gemeinsam mit Dänemark, den Niederlanden, Norwegen und Schweden haben die deutschen Behörden den EU-weiten Vorschlag zur Beschränkung von PFAS unter der REACH-Verordnung miterarbeitet. Im März 2026 hat die ECHA ihre finale Konsultation zu der Beschränkung gestartet – die Stellungnahmen ihrer wissenschaftlichen Ausschüsse werden bis Ende 2026 erwartet. Die Europäische Kommission wird ihre Entscheidung voraussichtlich 2027 treffen, wobei für die meisten Bereiche nach Verabschiedung eines Verbots eine Übergangsfrist von 18 Monaten gilt.
Und jetzt kommt der Teil, der für Ihre Küche entscheidend ist: Der aktualisierte Vorschlag stellt ausdrücklich fest, dass es für beschichtetes Antihaft-Kochgeschirr bereits Alternativen gibt – was bedeutet, dass es voraussichtlich keine Ausnahmegenehmigung erhalten wird.
Die Nachbarländer handeln bereits schneller. Das französische PFAS-Gesetz verbietet die Chemikalien seit Januar 2026 in Kosmetik, Textilien und Schuhen – Kochgeschirr wurde nur nach massiver Lobbyarbeit der Industrie ausgenommen, nicht etwa, weil es als unbedenklich eingestuft wurde. Dänemark verbietet PFAS in Kleidung, Schuhen und Imprägniermitteln ab Juli 2026. Hinzu kommt: Die EU hat absichtlich zugesetztes Mikroplastik bereits unter REACH beschränkt.
Die großen Hersteller wissen, wohin die Reise geht. Sie stellen ihre Produkte stillschweigend um und ersetzen Chemikalien. Doch das Grundprinzip bleibt dasselbe: Eine Beschichtung bleibt eine Beschichtung – eine Schicht zwischen Ihrem Essen und dem Metall. Und eine Schicht, die sich irgendwann zersetzt.
„Wir haben nicht gewartet, bis es verboten wurde. Wir haben gehandelt, als wir gesehen haben, was in Emmas Essen war. Das ist der Unterschied." — Daniel